
Ein bisschen über mich
Aina Hartmann, gelernte Polsterin, absolvierte zudem eine Ausbildung zur bildenden Künstlerin mit Schwerpunkt Grafik. Heute verbindet sie ihre künstlerische Tätigkeit mit der Polsterei und kann so ihr gesamtes kreatives Spektrum ausschöpfen. Ihr festes Atelier befindet sich in der alten Veterinärschule in Adamstuen, Oslo, wo sie sowohl traditionelle als auch innovative grafische Techniken erforscht. Sie hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen und war zudem an Dekorationsaufträgen und Auftragsarbeiten beteiligt.
Ihre Inspiration schöpft sie aus der lebendigen Vielfalt der Natur, einer Quelle, die sie als unschätzbar wertvoll betrachtet, da sie nicht vom Menschen geschaffen ist. Die Natur ist greifbar, man kann sie berühren und fühlen. Hartmanns Werk entsteht aus Erfahrungen, Entdeckungen, Forschung und Reflexionen. In den letzten Jahren hat sie sich besonders für das Mikroleben im Boden interessiert – für alles, was unter der Oberfläche liegt und für das Wachstum und Leben der Natur unerlässlich ist. Ohne diese Grundlage stünde die Menschheit vor großen Herausforderungen.
Diese Faszination manifestierte sich in einem großen Gemälde, das im Jahr 2020 fertiggestellt wurde und eine Vielzahl von Mikroorganismen in Wechselwirkung mit Pflanzenwurzeln darstellt – ein Werk, das die bescheidene Rolle des Menschen im großen Ganzen der Natur hervorhebt.
Hartmann arbeitet außerdem an einem Langzeitprojekt, in dem sie Kanaldeckel aus ganz Norwegen druckt und darstellt. Die Kanaldeckel Norwegens bergen viel Geschichte, und Hartmann möchte sie ins Bewusstsein rücken und die Öffentlichkeit für diese Geschichte sowie für die Kunst sensibilisieren, die sich im Laufe der Zeit auf den Straßen und Wegen entwickelt hat. Dieses einzigartige Projekt begann 2015 und wird noch fortgesetzt.
Im Jahr 2024 entwarf sie mit Unterstützung der norwegischen Kulturagentur den ersten Schaumstoffdeckel zum 400. Jahrestag des Stadtbrandes in Oslo.
Am 17. August 2024, dem Tag des Stadtbrandes, wurde der Kanaldeckel im Gedenkpark an der Heilig-Kreuz-Kirche enthüllt.
